Abhängigkeit und posttraumatische Belastungsstörungen

Besonders bei starken Ängsten oder Symp­to­men der post­trau­ma­tischen Be­lastungs­störung (ge­stei­ger­te Erreg­bar­keit, wieder­hol­tes Er­leben des Traumas, Ver­mei­dung von Aktivitäten, Spaltung) wurde der Konsum von Drogen als kurz­fristige Ent­lastung hilf­reich er­lebt. Die Be­lastun­gen des Patien­ten wer­den mit der Ab­sti­nenz manch­mal wieder ver­stärkt wahr­ge­nom­men. Es werden früh­zeitig Infor­ma­ti­on­en über die länger­fristi­gen Folgen von trau­ma­ti­schen Ereig­nis­sen ver­mit­telt und Mög­lich­kei­ten der Sta­bi­li­sier­ung mit Gegen­warts­ankern, Distan­zierungs- und Orien­tierungs­techniken oder Mög­lich­kei­ten der sozialen Unter­stützung ein­ge­lei­tet. Im Einzel­gespräch werden Ressourcen, Be­lastung­en und die Wir­kung­en des Drogen­konsums be­sproch­en. In der Be­hand­lung wird dann, je nach Bedarf an folgen­den Ziel­setzungen gearbeitet:

  • Förderung von Fähigkeiten und Ressourcen zur Stabilisierung
  • Aktive Selbst­ent­lastungs­fähig­keiten auf­bauen und die trau­ma­tisch­en Erinner­ungen in an­ge­messenen Schritten bearbeiten (kognitive oder imaginative Verfahren, EMDR)
  • Integration in der Rück­fall­vor­beugung und Vor­be­reitung der ambulanten Weiter­behandlung